“Nächste Spielzeit will ich nur noch Komödien machen!”
So der fast verzweifelte Ausruf meiner Kollegin Viola angesichts der geballten Ladung Tod und Tränen, die das Theatrium dieses Jahr überrollt: “Dead Man” machte Ende April den Anfang, letzte Woche Freitag zogen die “Mitmenschen” mit ihrer gruseligen Version vom Tod des Individuums nach und in wenigen Wochen steht mit “infaust” die Premiere des nächsten Jugendtheaterpojekts an, durch dessen Inszenierung der kalte Hauch des Todes weht.
Abelina ist fünfzehn, als sie die Prognose “infaust” bekommt: Heilung ausgesschlossen, mit dem nahen Tod ist zu rechnen. Ihre Freunde, mit denen Abelina die Leidenschaft für Swing teilt, wissen nichts davon – zuerst besuchten sie ihre Freundin noch im Krankenhaus, aber nach und nach verebbten die Briefe und emails und das Leben ging ohne Abelina weiter. Von Verzweiflung, Ohnmacht und Wut zugleich getrieben schmiedet Abelina einen Plan: Sie läd ihre Freunde zur Sommer-Swingparty auf die Insel ein, auf der sie mit ihren Eltern lebt, und sorgt dann dafür, dass keiner mehr von der Insel kommt. Während sich die Eltern einschließen, müssen sich ihre Freunde und ihre ältere Schwester nun mit ihr und ihrem Schicksal auseinandersetzen.
“infaust” ist ein Stück über Hoffnungen und Ängste, über die Liebe, den Tod und den Umgang damit. Und so wie man in den dreißiger Jahren am Abgrund Swing getanzt und gefeiert hat, darf auch bei “infaust” bei aller Tragik herzlich gelacht werden.
Es spielen: Jasmin Al Araj, Julia Bergmann, Julia Blumenberg, Laura Bryks, Chris Dorenburg, Marie Förster, Lisa Klabunde, Maxi Leopold, Lisa Oltsch; Philipp Golke
Projektleitung: Viola Kowski und Almut Koch
PREMIERE am 4. Juni um 20:00 im Theatrium Leipzig
weitere Vorstellungen am 5. und 11. Juni, 20:00
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